LOHMANNdialog
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Aktuell 2018

Vorschau / Ilka Vogler / Lackfolienbilder / 05. - 15. Oktober 2018 / Fabrik der Künste / Hamburg

Vernissage: Freitag, 5. Oktober 2018, 19:30h - Einführung Ulla Lohmann

Ilka Vogler, Gingko I, 2012, 100cmx115cm

Die Künstlerin zeigt eine Auswahl dieser Werke aus 25 Jahren.

 

"Ilka Voglers Lackfolienbilder können plakativ, phantasievoll, bunt, rätselhaft verschlüsselt, melancholisch und fröhlich zugleich sein. Oft wirken die Arbeiten wie überdimensionierte, flüchtige Zeichnungen, dann wieder kommen sie ganz malerisch, mit kräftigem Farbauftrag daher. Die Farben sind klar, die Raumaufteilung ist großzügig, auch bei den kleinen Formaten. Zeichnerische und malerische Ansätze werden nicht immer vollständig ausgeführt. Bisweilen wird die Farbe mehrschichtig und kompakt verwendet, so dass die Bildoberfläche in einem reliefartigen Charakter erscheint. Mit diesen Strukturen werden gelegentlich die Grenzen des Objektes berührt und eine skulpturale Qualität der Malerei angedeutet.

 

Die Lackfarben stammen aus dem Heimwerker- oder Maler- und Anstreicher-Bedarf. Die Folien, eigentlich für die Verwendung als Tischdecken vorgesehen, gibt es im Kaufhaus. Ilka Vogler ist von der Materialität dieses industriellen Produkts und dessen künstlerische Einsatzmöglichkeiten fasziniert, denn die Lackfolien spielen eine ganz eigenständige Rolle in den Arbeiten. Der Untergrund oder Bildhintergrund bleibt vielfach unbearbeitet. Dessen Farbe, Glanz und Reflektionen müssen aber in das Gesamtwerk integriert werden." 

Ulla Lohmann, Hamburg, Juli 2012 (Textauszug)

Vorschau / Jutta Konjer / Fotografie und Installation / 16. - 30. September 2018 / Künstlerhaus Hamburg - Bergedorf

Vernissage Samstag 15. September 2018 - Einführung Ulla Lohmann

okork kroko / Jutta Konjer und Manfred Kroboth / Neuer Katalog / Juni 2018 / Hamburg

Jutta Konjer/Manfred Kroboth, blauer Sessel, 2013 C15, SAMMLUNG ULLA UND HEINZ LOHMANN

In Kürze erscheint ein neuer Katalog. Er wird inszenierte Fotografien von Jutta Konjer und Manfred Kroboth zeigen - Arbeiten ihres vielfältigen, umfangreichen gemeinsamen Werkes von 2011 bis 2015.

 

Kommunikation mit der Normalität

 

Die Kunst von kroko ist Kommunikation mit der Normalität. Zufällig entdeckte Fundstücke und Orte werden neu formiert. Gebrauchtes, Verworfenes, Abgestelltes wird regeneriert, der Isolation und Nichtigkeit enthoben und in die Bedeutsamkeit zurückgeführt. ...  Sie selbst beschreiben ihre Arbeit als: „…ein wieder in Erinnerung rufen von Dingen und Orten, die vergessen wurden, wertlos oder aus der Zeit gefallen sind. Wir tun dies mit Aktionen, die nur für die Kamera bestimmt sind. Wie bei einem Filmstill sind es Momentaufnahmen einer Geschichte, die vom Betrachter weiter gedacht werden kann.“ ...

 

Die Künstler arbeiten im Grenzbereich von Skulptur, Installation und Selbstinszenierung. Sie formieren fiktive Konstellationen der heutigen Konsumgesellschaft und reflektieren den kulturellen Umgang mit Natur und Umwelt. Der ernsthafte und doch spielerisch narrative Tenor, gepaart mit Witz und Ironie verleiht den Werken zugleich Spannung und Emotion, Gehalt und Tiefe. Jutta Konjer und Manfred Kroboth werfen mit ihren Arbeiten Fragen auf, die an Aktualität nichts vermissen lassen. Welche Wertvorstellungen hat eine Gesellschaft? Welche Bedeutung lässt sie diesen Werten zukommen? Wie haben sich Werte und deren Bewertung verändert? Wie geht eine Gesellschaft mit Ressourcen um? Ist sie zukunftsfähig in Entscheidungen und Entwicklungen? Mit überzeichneten Bildern schreibt kroko ein Psychogramm unserer Kultur, eine biografische Gesellschafts-Skizze am Beginn des 21sten Jahrhunderts mit den Themen Leben, Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Erhöhte Wachsamkeit in dieser Zeit ist geboten; denn nichts ist wie es scheint. 

Ulla Lohmann, Hamburg, Juli 2017 (Textauszug)

Klaus Geldmacher / Vordenker Award der Gesundheitswirtschaft / März 2018 / Berlin

Klaus Geldmacher, Einleuchtend, 2018

Den Vordenker Award 2018 erhielt Prof. Dr. Jens Scholz. Das mit dem Preis verbundene Kunstwerk gestaltete in diesem Jahr der Künstler Klaus Geldmacher.

 

"Seit den sechziger Jahren nutzt er Technik für seine inspirierenden Objekte. Der Umbruch der Digitalisierung verlangt von Managern und Unternehmern der Gesundheitsbranche jetzt, ihm nachzueifern sagt Prof. Heinz Lohmann, Vorsitzender der Initiative Gesundheitswirtschaft. In diesem schwierigen Prozess gilt es nun sich nicht den Gesetzen der Technik zu unterwerfen, sondern den Kulturumbruch in den Betrieben aktiv zu gestalten."

 

Klaus Geldmacher, Einleuchtend, 2018, 30x40x20 cm,
Metall, Acrylglas, Kunststoff, Kabel, LED-Streifen, LED-Glühbirne,

elektronische Bauteile

Heinz Lohmann eröffnet die Ausstellung Four approaches to painting / 03. Februar 2018 / Düsseldorf

Viola Taxis, Hugo Mayer, Monique Becker und Anna Beckenbach

zeigen ihre aktuelle Malerei im Ballhaus Nordpark, Düsseldorf

 

Zentrale Werte neu ausloten und zuordnen

 

Ich bin so froh, Sie heute hier alle in der Ausstellung zu treffen und zu sehen, wie sie sich in der Betrachtung der Gemälde, die mit Hilfe einer uralten Kulturtechnik entstandenen sind, auf den Weg machen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Die Malerei bietet die Möglichkeit, dabei im wahrsten Sinne des Wortes abzuschichten, in Sphären vorzudringen, die zum Verständnis des Ganzen absolut erforderlich sind. Das Tolle an der Malerei der Neuzeit ist ihre Freiheit. Gelöst von der Verpflichtung, das Vergangene zu dokumentieren, kann sie Rätsel aufgeben, sie kann Widersprüche deutlich aufzeigen und sie kann sehr existentiell werden. Vielleicht ist es gerade das, was in einer Zeit immer rasanter werdenden Umbrüche von Prozessen und Strukturen weiterhilft. Vielleicht ist die Aufgabe der Kunst in der heutigen Zeit nicht so sehr, dieser unglaublichen Vielfalt in allen Verästelungen zu folgen, sondern genau das Gegenteil: mitzuhelfen, das Grundlegende, das Konstitutive zu betonen. Natürlich muss Kunst berühren, aufrühren, ja, auch verstören. Sie darf verunsichern und anecken. Aber die menschliche Existenz, unser Zusammenleben, beruht auf einer überschaubaren Zahl zentraler Werte, die es gilt, immer wieder neu auszuloten und einzuordnen, heute mehr denn je.

 Textauszug aus der Eröffnungsrede von Heinz Lohmann

Reihe dialogKULTUR / 30. Januar 2018 / Ausstellungsraum C15

Discussionen um aktuelle gesellschaftliche Themen

Unsere Gesellschaft ist in besondere Bewegung geraten. Da erscheint die Zukunft vielen Menschen unsicher. Perspektiven verschwimmen, vertraute Strukturen sind in Auflösung begriffen. Die Frage nach Orientierung drängt sich geradezu auf. Doch wo sind Inhalte, Gestaltungswille und Konzepte in Politik, Gesellschaft und Kultur?

 

Gesellschaft ohne Konzept! Kunst mit?

 

In einer Gesprächsrunde - unter der Moderation von Heinz Lohmann - sind wir der Frage nachgegangen, ob der Kunst in einer solchen Situation eine Rolle zukommen kann. Die Protagonisten dieses Abends waren der Konzeptkünstler falk von traubenberg und der Kunstmittler Hajo Schiff.